Stationäre Bandschleifmaschinen arbeiten leistungsstark und erzielen einen hohen Materialabtrag. Sie sind jedoch verhältnismäßig groß, arbeiten in der Regel mit Dreiphasen-Drehstrom und sind in der Anschaffung eine größere Investition. Außerdem müssen zu bearbeitende Werkstücke zur Maschine transportiert werden, bevor sie bearbeitet werden können. Winkelschleifer sind im Gegensatz dazu flexibel einsetzbar und können nicht nur schleifen, sondern auch trennen oder polieren. Bei anspruchsvollen Aufgaben, wie dem Schleifen von Schweißnähten, kommen aber auch sie immer wieder an ihre Leistungsgrenzen: Die Auflagefläche der Schleifscheibe ist vergleichsweise klein, sodass Schleifmittel schnell zusetzt oder abnutzt. Da Winkelschleifer frei geführt werden, lassen sich konvex oder konkav geformte Werkstücke nur schwer präzise bearbeiten.

Für metallverarbeitende Unternehmen, die häufig an schweren Werkstücken oder großen Flächen schleifen, bietet sich ein handgeführter Bandschleifer als flexible und wirtschaftliche Alternative an. Handbandschleifer erzielen dabei deutlich bessere Schleifergebnisse. Mit ihrem 50 Millimeter breiten und einem Meter langen Schleifband erreichen sie beim Schleifen einer Schweißnaht einen rund dreimal so hohen Abtrag wie ein Winkelschleifer mit vergleichbarem Schleifmittel. Mit einem Gewicht von 5,6 Kilogramm sind sie kaum schwerer als ein großer Winkelschleifer und lassen sich besser führen. Weil das Schleifband auf die Schweißnaht aufgesetzt und mit vergleichsweise wenig Druck in Längsrichtung geführt wird, sind sie sehr bequem in der Anwendung. Handgeführte Bandschleifmaschinen dienen zur Schweißnahtvorbereitung, zum Anfasen und tragen jede Art von Schweißnähten zuverlässig ab. Außerdem werden sie eingesetzt, um Radien zu schleifen, rostige Flächen abzuschleifen oder zu satinieren. Auch Rohre und Profile können komfortabel bearbeitet werden.

Von FEIN gibt es zwei Modelle zur Bearbeitung von Stahl, Edelstahl, Guss und Aluminium. Sie arbeiten mit Einphasenwechselstrom und werden mit normalen Steckdosen betrieben. Der handgeführte Bandschleifer GHB 15-50 hat eine Leistungsabgabe von 1.500 Watt und arbeitet mit einer konstanten Drehzahl von 8.500 Umdrehungen in der Minute. Speziell für die Edelstahlbearbeitung gibt es den Handbandschleifer GHB 15-50 INOX mit einer regelbaren Drehzahl von 2.500 bis 7.900 Umdrehungen in der Minute. Er eignet sich auch für den Einsatz mit Vliesbändern und schleift Edelstahloberflächen in einem Schritt bis zum Satinfinish. Beide Maschinen können mit einer Tischhalterung über drei Fixierungspunkte zu einer stationären Bandschleifmaschine umgerüstet werden.

Zur Anpassung an die jeweilige Arbeitsbedingung ist der Motor um fast 360 Grad drehbar.  Der vordere Antivibrationshandgriff reduziert einerseits die Vibration und ist andererseits für ergonomisches und flexibles Arbeiten in drei verschiedenen Positionen einstellbar. Der Schleiftisch ist 80 Millimeter lang, eine runde Aussparung vereinfacht die Bearbeitung von Rohren. Die Kontaktscheibe mit Wendelnut wirkt beim Schleifen wie eine Verzahnung und erhöht so die Abtragsleistung. Die Kraft wird durch eine mit Polyurethan beschichtete Antriebsscheibe annähernd schlupffrei auf das Schleifband übertragen. Der Reibungswiderstand verbessert und die Standzeit der Antriebsscheibe erhöht sich. Mit einem von FEIN patentierten System ist das Schleifband werkzeuglos wechselbar.

Tipp:

Für höchste Abtragsleistung und Standzeit gibt es von FEIN Cubitron Präzisionsschleifbänder mit Keramikkorn (Serie C). Für extreme Schleifarbeiten bis zur Bearbeitung von rostfreiem und hochlegiertem Stahl wurde die Serie R (grün) entwickelt. Die Serie Z (blau) ist der Allrounder zum Schleifen und Entgraten von Stahl und NE-Metallen. Die Serie A (rotbraun) beinhaltet Schleifbänder mit feiner Körnung  zum Feinschleifen von Metallen bis zum Finish. Das Vliesband kaschiert leichte Fehler bis zum perfekten Finish.