Kurzarbeit bei FEIN zur Sicherung der Arbeitsplätze

Unternehmen
Anhaltende Corona-Pandemie als Grund für rückläufige Nachfrage an Elektrowerkzeugen und Zubehören.

Schwäbisch Gmünd, 28. April 2020. FEIN führt aufgrund der Corona-Pandemie und dem damit verbundenen Umsatzverlust Kurzarbeit für alle rund 530 Mitarbeiter in Deutschland ein. Die Geschäftsführung und das Betriebsratsgremium einigten sich auf Maßnahmen, die unter anderem Entlassungen vorerst ausschließen sollen. Vielmehr will das Unternehmen durch diese Schritte versuchen, Arbeitsplätze trotz des konjunkturellen Rückgangs zu erhalten.

Die Kurzarbeit ist bis Ende September dieses Jahres für alle Beschäftigten von FEIN in Deutschland angemeldet. Dabei ist der Umfang, zu wieviel Prozent Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen, abhängig von der jeweiligen Tätigkeit und wird pro Monat flexibel angepasst. Sollte sich die Weltwirtschaftslage und damit auch der Umsatz der internationalen FEIN Gruppe bereits vor September 2020 wieder erholen, sei eine frühere Rückkehr zum kompletten Normalbetrieb denkbar, wie Katja Lägeler, Bereichsleiterin Personal & Soziales bei FEIN, betont: „Kurzarbeit ist ein temporäres Mittel, um wirtschaftliche Abwärtstrends auszugleichen. Zentrales Anliegen ist dabei, alle Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und somit auch nach der Krise weiter beschäftigen zu können.“ Auch Jürgen Gasteiger, Betriebsratsvorsitzender der C. & E. Fein GmbH in Deutschland, schließt sich dieser Aussage an: „Besonders in der aktuellen Situation ist Kurzarbeit für uns unumgänglich. Denn nur auf diese Weise haben wir eine Chance, Arbeitsplätze zu sichern.“

Tarifliche Zuschüsse ergänzend zu Kurzarbeitergeld
Beschäftige in Kurzarbeit bekommen neben dem Kurzarbeitergeld zusätzlich tarifliche Zuschüsse. Diese seien durch den Tarifvertrag mit Südwestmetall geregelt, wie Katja Lägeler sagt: „Selbst Mitarbeiter, die zu einem hohen Prozentsatz oder komplett in Kurzarbeit gehen, bekommen rund 86,5 Prozent ihres eigentlichen Nettolohns ausbezahlt.“ Von der Kurzarbeit ausgenommen sind beispielsweise Auszubildende, Studenten, geringfügig Beschäftigte oder Mitarbeiter, die sich in Elternzeit oder Altersteilzeit befinden.

Ähnliche Modelle wie die deutsche Kurzarbeiter-Regelung gibt es laut Katja Lägeler auch in einigen der europäischen Tochtergesellschaften von FEIN weltweit, so etwa in der Schweiz, in Italien, Spanien oder Frankreich. Die Geschäftsleitung von FEIN glaubt an die positiven Effekte all dieser Maßnahmen. „Sie geben uns Liquidität und damit Zeit, die wir jetzt zur Überbrückung dieser außergewöhnlichen Phase weltweit brauchen“, resümiert FEIN Geschäftsführer Dr. Michael Fischer.

FEIN als Partner für erstklassige Elektrowerkzeug-Systeme

FEIN ist bekannt als international agierendes Unternehmen mit deutschen Wurzeln, das für qualitativ hochwertige Elektrowerkzeuge und Zubehöre steht, die geschaffen sind für die härtesten Arbeitseinsätze in Industrie und Handwerk. 1867 gründete Wilhelm Emil Fein die Firma, deren Grundstein mit der Erfindung der elektrischen Handbohrmaschine gelegt wurde – dem ersten Elektrowerkzeug der Welt. FEIN verfügt heute über mehr als 700 aktive Schutzrechte, darunter circa 500 Patente beziehungsweise Patentanmeldungen. Den Fokus legt FEIN auf Produkte und Services, die ideale Problemlöser in der Verarbeitung und Bearbeitung von Metall sind und weltweit von über 16 Tochtergesellschaften und mehr als 50 Vertretungen vertrieben werden. Als unabhängiges Familienunternehmen lebt FEIN eine offene Unternehmenskultur, legt einen hohen Wert auf ein menschliches Miteinander und bietet viel Raum für innovative Ideen. Am Unternehmenssitz in Schwäbisch Gmünd-Bargau befindet sich der größte Produktionsstandort, der mit den weiteren Standorten in Asien und Nordamerika eng kooperiert, wodurch überall eine gleichbleibend hohe Herstellungsqualität sichergestellt ist. Rund 800 Mitarbeiter arbeiten weltweit mit viel Erfindergeist und einem hohen Maß an Servicebereitschaft daran, auch in Zukunft Meilensteine in der Entwicklung erstklassiger Elektrowerkzeug-Systeme zu setzen. Genau darin ist FEIN Profi – und das seit über 150 Jahren.