Für saubere und verwindungsfreie Ausschnitte, besonders wenn keine Späne anfallen dürfen, empfiehlt der Elektrowerkzeughersteller FEIN den Einsatz einer Blechschlitzschere. Sie schneidet Tafelbleche bis zwei Millimeter Stärke ohne Materialverformung. Das Blech kann so später problemlos weiterverarbeitet werden. Vor dem Schnitt empfiehlt es sich, die geforderte Kontur auf dem Blech anzuzeichnen. An den Ecken werden die Bohrlöcher zuerst angekörnt. Mit einem Metallbohrer werden dann die Ecken vorgebohrt. Die Lochgröße wird vom Eintauchdurchmesser der Schlitzschere vorgegeben. Sind die Löcher gebohrt, kann bequem mit der Blechschlitzschere eingetaucht und anschließend von Bohrung zu Bohrung geschnitten werden. Da die Blechschlitzschere einen dünnen Span ausschneidet, muss am äußeren Rand der Hilfslinie geschnitten werden. Von Vorteil sind hier Maschinen, die mit einem offenen Schneidkopf eine uneingeschränkte Sicht auf die Schnittlinie ermöglichen. Alternativ können mit einem sogenannten Kurvenmesser auch Radien bis 30 Millimeter geschnitten werden – hierzu muss nur einmal vorgebohrt werden.

Ebenfalls für Ausschnitte in Blech geeignet sind Knabber. Sie schneiden Bleche bis fünf Millimeter Materialstärke präzise und ohne Verformungen und sind besonders wendig und kurvengängig.

Tipp:

Für besonders präzise und gerade Schnitte gibt es einen Parallelanschlag, der auf die gewünschte Abschnittbreite eingestellt werden kann. Auch eine Stützrolle kann beim sauberen Trennen unterstützen: Sie verbessert die Führung bei längeren Abschnitten und lässt die Maschine bequem auf dem Material „rollen“.

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Im ersten Schritt wird die Kontur auf dem Blech angezeichnet und die Ecken werden vorgebohrt.

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Anschließend wird die Schlitzschere eingetaucht und von Bohrung zu Bohrung geschnitten.

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Das Blech weist keine Verformung auf und kann problemlos weiterverarbeitet werden.